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Facet   section ZfN Section B:Volume 004  [X]
Facet   Publication Year 1949  [X]
Results  71 Items
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Publication Year
1949[X]
61Author    HansIi PfeifferRequires cookie*
 Title    Über die Stäbchendoppelbrechung von Myo- fibrillen in vitro bei wechselnden Spannungen im Kulturmedium  
 Abstract    Durch ungleiche Spannungen im Kulturmedium be-dingte Unterschiede in der Streckung von Zellen in vitro 1 lassen sich experimentell auf verschiedene Weise erzielen. Ich habe relativ grobe Versuchsein-griffe, wie mechanisches Streichen (Weiß) oder elektromagnetischen Zug auf das Medium (Mayer 2) vermieden und wie früher 3 die Spannung durch Be-einflussung der Retraktion der Gallerte verändert. In rechteckigen, an zwei gegenüberliegenden Seiten paraffinierten Glasrähmchen werden die Gallerten aus verschieden konzentrierten Mischungen von rei-nem Fibrin (K. Hollborn & Söhne, Leipzig) mit steri-lem Gewebesaft und dem für Kaltblüter vorgeschla-genen Locke-Lewis in Form einer Lamelle eingefan-gen. Kultiviert werden aseptisch entnommene Femur-und Tibiamuskeln von Calliphora erythrocephala Meig. Statt der schon ausgeführten beugungspolarisatori-sclien Bestimmungen 4 ist an den polarisationsmikro-skopisch ausgezeichnet darstellbaren Myofibrillen 5 mittels des Berekschen Kompensators 0 die Doppel-brechung gemessen, zum Unterschied von bisherigen Bestimmungen der Gesamtdoppelbrechung aber auch die Intensität der darin enthaltenen Form-(genauer: " Stäbchen-) Doppelbrechung ermittelt worden. Nach exakten Bestimmungen der Meßunsicherheit beim Gebrauch von Kompensatoren 7 reicht die Empfind-lichkeit der Meßanordnung für diese Bestimmungen an biologischen Objekten sicher aus. Die Kenntnis des Ganges der Doppelbrechung in Funktion der Licht-brechung des Imbibitionsmittels erlaubt uns 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 307 [1949]; eingeg. am 3. Juni 1940) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0307_n 
 Volume    4 
62Author    Fritz Neu, Käthe IiRequires cookie*
 Title    Chamillin, ein Inhaltsstoff der Kamillenblüten mit spasmolytischen (acetylcholin-antagonisti- schen) Wirkungen (Vorläufige Mitteilung)  
 Abstract    Da die Flores Chamomillae (Matricaria chamomilla L.) besonders in der Volksheilkunde, aber auch in der klinischen Medizin in Form ihrer Heißwasserauf-güsse nicht nur als ein entzündungswidriges Mittel, sondern hauptsächlich als Carminativum Verwendung finden und das ätherische Öl nach J u n k m a n n und Wiechowski 1 keinen spasmolytischen Effekt zeigt, bemühten wir uns um die Isolierung der bisher un-bekannten spasmolytischen Komponente. Bereits vor 20 Jahren berichteten J u n k m a n n und Wiecho w s k i 1 von einem ,, Glykosid " aus 1 K. Junkmann u. W. Wiechowski, Naunyn-Schmiedebergs Arch. exp. Pathol. Pharmakol. 144, 1 [1929]. * Hrn. Prof. Dr. K. Soehring vom Pharmakolo-gischen Institut der Universität Hamburg sind wir für seinen Rat bei der Auswahl einer geeigneten Test-methode zu besonderem Dank verpflichtet. Kamillenblüten als deren wirksames Prinzip. Es han-delte sich um ein durch Aussalzen aus Auszügen von Flores Chamomillae gewonnenen Niederschlag von lichtbrauner Farbe und amorpher Gestalt. Dieses noch unreine Produkt zeigte in biologischen Versuchen spasmolytisehe Eigenschaften. Es gelang uns nun unter Verwendung eines biologischen Testes*, der auf der Messung des antagonistischen Effektes gegen-über Acetylcholin am isolierten Kaltblüterorgan be-ruht und an anderer Stelle beschrieben wird, einen nichtglykosidischen, wirksamen, kristallinen Stoff zu gewinnen, der unter den bisher bekannten Kamillen-inhaltsstoffen 2 . 3 nicht beschrieben worden ist. Die isolierte Substanz, die wir vorläufig Chamillin nennen wollen, kristallisiert aus wäßrigem Methanol in klei-nen, stäbchenförmigen, anscheinend monoklinen Kri-stallen mit Prismen und Hemipyramiden vom Schmp. Abb. 1. Kristalle von sublimiertem Chamillin (1 : 100). 117—118° (unkorr.). Bei der Sublimation gehen diese in eine andere Modifikation über, die die gleiche chemische Zusammensetzung und die gleiche biolo-gische Wirksamkeit besitzt. Der Schmelzpunkt der Kristalle nach der Sublimation (Abb. 1) beträgt auf dem Kofler-Block 169—172° (unkorr.). In Konzentra-tionen von 1:30000 wirkte Chamillin antagonistisch gegen Acetylcholin (1 : 100000) sowohl an spinal-motorischen als auch an vorwiegend tonischen Kalt-blütermuskeln. Für cl#n ersten Typ diente der M. sarto-rius, für den zweiten der M. rectus abd. des Gras-frosches als Paradigma. Über die chemische Natur und die pharmakologischen Wirkungen des Chamil-lins im allgemeinen wird zur gegebenen Zeit berichtet. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 309 [1949]; eingeg. am 12. Oktober 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0309_n 
 Volume    4 
63Author    Friedrich DessauerRequires cookie*
 Title    Bemerkungen über Distanzkräfte zwischen kolloiden Schwebeteilchen, insbesondere großen Molekülen  
 Abstract    I n den nachfolgenden Darlegungen wird die Diskussion zum Ausgang genommen, die be-sonders lebhaft etwa seit dem Jahre 1938 in den Kreisen der Biophysiker, Biochemiker und Kol-loid-Forscher über Kräfte zwischen großen bio-logischen Molekülen stattfindet, und der auch im vergangenen Jahr eine eigene Arbeitstagung in Deutschland gewidmet war. (Die Vorträge dieser Tagung sind soeben nach Abschluß dieser Arbeit erschienen 1 .) Es sind insbesondere Lebensvor-gänge wie die Antikörperbildung, die Virusver-mehrung, Chromosomenkonjugation u. a. m., die zu dem Wahrscheinlichkeitsschluß führen, daß zwischen diesen Teilchen, wahrscheinlich auch auf Distanzen von mehreren, evtl. vielen Teilchen-durchmessern, Kräfte wirken dürften, die z. B. die millionenhafte Selbstreproduktion von Globulinen oder die Röntgenbilder des Tabakmosaikvirus er-klären. Soviel ich w T eiß, hat Bernal 1938 auf dem Kongreß in Kopenhagen einen ersten Vorstoß unter Heranziehung von van der Waals-London-Kräften gemacht. Im vergangenen Jahr veröffent-lichte Rothen den bekannten, freilich noch jetzt viel diskutierten Versuch über Distanzkräfte zwi-schen gespreiteten Eiweißmolekülen mit dem Er-gebnis einer Wirkung durch neutrale Medien auf Distanzen von 200-A-Einheiten. Die Bedingungen in einem biologischen Milieu sind ungemein kompliziert. Der Aufbau, Abbau und Umbau etwa von einem Eiweißmolekül im biologischen Kreislauf ist an eine Fülle von Fak-toren und Parametern geknüpft. Und es ist be-kannt, daß Abweichungen etwa der Temperatur oder der Wasserstoff-Ionen-Konzentration oder der Pufferung den Selbstaufbau der überaus kom-plizierten Moleküle beeinflussen. Deswegen wird im nachfolgenden der Versuch gemacht, an einem 1 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 313—318 [1949]; eingegangen am 2. August 1949 1) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0313 
 Volume    4 
64Author    Wilhelm JostRequires cookie*
 Title    Ein physiologisches Diffusionsproblerrr  
 Abstract    Es wird eine Gleichung abgeleitet für die Diffusion von Luft, die sich unter einem geringen Unterdrück in der Pleurahöhle befindet. Es läßt sich zeigen, daß mit vernünf-tigen Annahmen die beobachtete Geschwindigkeit des Versehwindens der Luft wieder-gegeben werden kann. Entscheidend ist die Tatsache, daß der Körper nicht an 02 ge-sättigt ist. Dadurch verschiebt sich die relative Zusammensetzung der Luft, und trotz Unterdruck entsteht ein Partialdruek-Gefälle für beide Komponenten, welches die Dif-fusion verursacht. D ie menschliche Lunge wird außen begrenzt von dem Lungenfell; dieses und das Rippen-fell stellen die beiden Blätter der Pleura dar, welche die Pleurahöhle umschließt. In der Pleura-höhle herrscht normalerweise ein gewisser Unter-druck. der Größenordnung 5—10 mm Hg; deshalb liegt die Lunge am Rippenfell an. Wird, absicht-lich oder unabsichtlich, eine Verbindung zwischen Außenluft und Pleurahöhle hergestellt, so füllt sich diese mit Luft (Pneumothorax), wobei im allgemeinen immer noch ein Unterdruck erhalten bleibt, z. B. zwischen 1 und 10 mm Hg. Wird die Verbindung mit der Außenluft unterbrochen, so * (IG) Marburg. Marbacher Weg 15. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 318—320 [1949]; eingegangen am 22. November 1948) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0318 
 Volume    4 
65Author    Alfred EhmertRequires cookie*
 Title    Ein einfaches Verfahren zur Messung kleinster Jodkonzentrationen, Jod-und Natriumthiosulfatmengen in Lösungen  
 Abstract    Es wird ein einfaches und sehr empfindliches Verfahren zur quantitativen Messung der Depolarisationsfähigkeit von Lösungen angegeben und seine Handhabung an Bei-spielen eines darauf aufgebauten Jodmeters erläutert, das einen der Konzentration proportionalen Ausschlag liefert. Es eignet sich u. a. auch besonders für die Verwen-dung als Coulombmeter für kleine Ladungsmengen. Weiter kann man damit geringe Konzentrationen von Jod oder Xatriumthiosulfat mit rein elektrischen Mitteln, d. h. ohne Normallösungen sehr genau bestimmen. Die Meßgrenze liegt bei 1 ccm Lösung unter Viooo y Jod. F 'ür die Messung des atmosphärischen Ozons wurde ein sehr empfindliches Jodmeter ent-wickelt, das auf der Reduktion von freiem Jod zu Jodionen beruht. Das kleine Gerät ist trotz seiner extremen Empfindlichkeit bequem zu handhaben und leicht auf verschiedene Meßbereiche umzu-schalten. Seine Anwendung ist nicht allein auf das Jod beschränkt. Die Übertragung verspricht für mehrere Gebiete der anorganischen und der organischen Chemie Erleichterungen und Fort-schritte. Dies rechtfertigt eine eingehende Be-schreibung des Verfahrens, bei der w r ir uns jedoch auf das Jodmeter beschränken wollen. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 321—327 [1949]; eingegangen am 30. September 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0321 
 Volume    4 
66Author    Heinz DannenbergRequires cookie*
 Title    Zur Systematik der Ultraviolett-Absorption I. Über substituierte Acetophenone, Benzoesäuren und Zimtsäuren  
 Abstract    N och vor einigen Jahrzehnten war die Ab-sorptionsspektrophotometrie organischer Ver-bindungen ein Spezialgebiet der Physiker und physikalischen Chemiker. Erst durch die Auf-stellung von Gesetzmäßigkeiten zwischen Licht-absorption, insbes. UV-Absorption, und chemi-scher Konstitution ist die Absorptionsspektro-photometrie auch für die reine Chemie von Be-deutung geworden, und in den letzten Jahren gibt es kaum ein Gebiet der organischen und physio-logischen Chemie, das nicht durch die Anwendung 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 327—344 [1949]; eingegangen am 8. Oktober 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0327 
 Volume    4 
67Author    Robert Pfleger, Ernst Schraufstätter, Friedrich Gehringer, Joachim SciukRequires cookie*
 Title    Zur Chemotherapie der Pilzinfektionen I. Mitteilung: In-Vitro-Untersuchungen aromatischer Sulfide  
 Abstract    Die Austestung einer größeren Zahl von aromatischen Sulfiden bei verschiedenen pathogenen Pilzen und Bakterien ergab, daß einem großen Teil dieser Verbindungen eine ausgezeichnete fungistatische Wirkung zukommt. Die Herstellung der noch un-bekannten Verbindungen wird ausführlich beschrieben. I m Gegensatz zu den Diphenylsulfonderivaten, von denen besonders Abkömmlinge des 4.4'-Diamino-diphenylsulfons auf ihre tuberkulostatische Wirkung geprüft wurden, haben Diphenylsulfidverbindungen in chemotherapeutischer Richtung bisher nur wenig Interesse gefunden. Auch wurden diese Verbindungen fast ausschließlich auf ihre baktericide Wirkung untersucht. Oxydiarylsulfide wurden erstmals von G. E. Hil-bert und T. B. Johnson 1 auf ihren baktericiden Effekt geprüft. p-Oxy-diphenylsulfid erwies sich hier-bei wirksamer als die ?n-Verbindung, und diese war wiederum dem o-Derivat überlegen. p-Oxy-diphenyl-sulfon hatte im Gegensatz zum entsprechenden Sulfid nur einen sehr kleinen Phenolkoeffizienten. Symmetrisch aufgebaute Diphenylsulfide haben F. Dunning, B. D u n n i n g und W. E. D r a k e 2 beschrieben. Es handelt sich hierbei um die Sulfide von Phenol, Resorcin, m-Kresol, p-Chlorphenol, p-Bromphenol und Thymol. Von diesen Verbindungen hatte das Thymolderivat mit einem Phenolkoeffizien-ten von 70 die besten baktericiden Eigenschaften. Eine ausführliche Untersuchung über die keimtötende Aktivität aromatischer Sulfide stellten E. M o n e s s , 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 344 [1949]; eingegangen am 14. Juli 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0344 
 Volume    4 
68Author    Karl Eole, Albert ErnstRequires cookie*
 Title    Die Verwendung des Ultrarotabsorptionsschreibers für die vollautomatische und fortlaufende C0 2 -Analyse bei Assimilations- und Atmungsmessungen an Pflanzen  
 Abstract    Es werden der Aufbau und die Wirkungsweise des Ultrarotabsorptionsschreibers sowie dessen Verwendung für Assimilations-und Atmungsmessungen an Pflanzen beschrieben. Die Vorteile des Geräts, die in der Selektivität und in der-hohen Empfindlichkeit der C03-Messung sowie in der vollautomatischen und fortlaufenden Registrierung der Meß-werte begründet sind, werden ausführlich dargestellt. A. Der Ultra r olabsorptionsschreibe r D er liier beschriebene Ultrarotabsorptions-schreiber (abgekürzt URAS) der Badischen Anilin-& Sodafabrik Ludwigshafen a. Rh. ermög-licht eine vollautomatische Gasanalyse, die ohne Zuhilfenahme von chemischen Absorptionsmitteln eine fortlaufende und spezifische Konzentrations-messung bei Gasen auf rein physikalischer Grund-lage durchzuführen gestattet. Sein universelles Meßprinzip ermöglicht eine Konzentrationsmes-sung bei allen Gasen, die im Ultrarot eine spezi-fische Absorption besitzen, z. B. bei C02, CO, CH4 oder bei beliebigen anderen Kohlenwasserstoffen. So ist der URAS in der chemischen Industrie be-reits zu einem unentbehrlichen Analysen-und Sicherheitsgerät geworden 1 und hat sich im Berg-bau zur Überwachung der Grubenwetter bereits bestens bewährt 2 . Wegen seiner außerordentlich hohen Meßempfindlichkeit für C0o eignet sich der URAS wie kein anderes Gasanalysengerät zur Bestimmung der geringen C02-Konzentration der atmosphärischen Luft und zur Messung der Ände-rungen der C02-Konzentration, wie sie bei Assi-milations-und Atmungsversuchen an Pflanzen in Erscheinung treten. Die praktisch wartungsfreie Handhabung des Geräts, sowie der Umstand, daß das zu untersuchende Gas keinerlei Veränderun-gen unterworfen, der Assimilationsversuch also in seinem Verlauf in keiner Weise durch die Ent-nahme von Gasproben beeinflußt wird, erhöhen 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 351—360 [1949]; eingegangen am 26. September 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0351 
 Volume    4 
69Author    Herta SagromskyRequires cookie*
 Title    Weitere Beobachtungen zur Bildung des Spaltöffnungsmusters in der Blattepidermis Zur Frage der Gruppenbildung  
 Abstract    In Fortsetzung der früheren Arbeit 1 über das Zustandekommen des Spaltöffnungs-musters in der Blattepidermis wurden weitere Fälle untersucht, die Spaltöffnungs-gruppenbildung zeigen. Bei Seduin rotundifolium und Sedum Kamschatikum wurde ge-funden, daß hier primär ein Muster gerbstoffhaltiger Zellen gebildet wird. Die Anlage dieses Musters beginnt an der Blattspitze und schreitet zur Basis vor ohne zunächst er-kennbare Gesetzmäßigkeit. Noch ehe das Muster der gerbstoffhaltigen Zellen völlig aus-gebildet ist, beginnt die Entwicklung der Spaltöffnungen, und zwar nur an den Stellen, die gerbstoffrei sind. Das Spaltöffnungsmuster wird so auf bestimmte gerbstoffrei ge-bliebene Gebiete beschränkt, so daß in der Gesamtepidermis die Spaltöffnungen in diesen Gebieten gehäuft erscheinen. Bei Sedum refiexum dagegen findet zuerst die Heraus-bildung des Spaltöffnungsmusters statt, und dann erst wird Gerbstoff in den Vakuolen einzelner Epidermiszellen nachweisbar. Hier kann also das Gerbstoffmuster die Spalt-öffnungsdifferenzierung nicht beeinflussen. Die Spaltöffnungen erscheinen hier gleich-mäßig über die gesamte Epidermis verteilt, wie bei den meisten dikotylen Pflanzen, und nicht in Gruppen. — Zuweilen trat in gerbstoffhaltigen Zellen Anthocyan auf, so daß in jüngeren Epidermisstücken von Sedum Kamschatikum Spaltöffnungen nur in anthocyanfreien Höfen lagen. Das Zustandkommen des Gerbstoffmusters wird weiter untersucht. D as normale Muster der Spaltöffnungsvertei-lung beim Dikotylenblatt zeigt in der Regel einen gewissen Mindestabstand benachbarter Spalt-öffnungen. In der Arbeit Bönning und S a 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 360—367 [1949]; eingegangen am 20. September 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0360 
 Volume    4 
70Author    Albrecht FaberRequires cookie*
 Title    Eine bisher unbekannte Art der Lauterzeugung europäischer Orthopteren: Mandibellaut von Calliptamus italicus L  
 Abstract    Bei Calliptamus italicus L. (Orth. Acrid.) wird Lautäußerung mit den Mandibeln nach-gewiesen. Die an die Stridulation anderer Acridiiden erinnernden gleichzeitig ausgeführ-ten Hinterschenkelbewegungen sind nicht lauterzeugend. Die Beobachtungen werden im einzelnen durch Versuche bestätigt. Vergleichend-tierpsychologisch läßt sich feststellen, daß die sechs verschiedenartigen Lautäußerungen für die verschiedenen biologischen Funktionen trotz der ganz anderen Entstehung nach denselben Gesetzmäßigkeiten modifiziert sind wie bei anderen Orthopteren, in gewissen Beziehungen den anderen Tierarten überhaupt; diese Gesetzmäßigkeiten sind ebensowohl im Sinn der Ausdruckskunde wie rein biologisch-ethologisch im Hin-blick auf ihre Wirkung zu verstehen. D ie Herausdifferenzierung von Tonapparat und sein 1 . Fast ausnahmslos ist bei den Arten dieser Lautrezeptionsorgan scheint ein Grundcharakter Gruppe irgendeine Form der Lautäußerung vorhan-innerhalb der Gruppe der Orthoptera saltatoria zu i Vgl. auch A. den, aber merkwürdigerweise sind die Mechanismen für die Hervorbringung der Laute sehr verschieden. Calliptamus italicus L., eine bei uns in xerothermen 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 367—369 [1949]; eingegangen am 31. Oktober 1949) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0367 
 Volume    4 
71Author    E. Bünning, Tübingen Robert, Wilhelm Bunsen, Georg Von, Mann Locke, Paul Walden, TübingenRequires cookie*
 Title    Verantwortlich für den Inhalt: H. Friedrich-Freksa und A. Klemm Satz und Druck: Hoffmannsclie Buchdruckerei Felix Krais Stuttgart  
 Abstract    Aufsatz über die Bestimmung des Begriffs einer Menschenrasse, daneben die weniger bekannten, aber ebenso beachtenswerten Ausführungen Georg For-st e r s zum gleichen Thema. Von demselben F o r s t e r, der als 18-Jähriger an Cooks Weltreise teilnahm, findet sich auch dessen Aufsatz über den Brotbaum. Buchbesprechungen beschließen den Band, dessen In-halt hier nur angedeutet werden kann. Doch eines muß noch erwähnt Averden. Der Heraus-geber hält es für nötig, erneut seinen Holismus dar-zulegen, ohne dabei auf die gegen seine Lehre vor-gebrachten Argumente einzugehen. Ja, er gibt diesem Holismus jetzt noch mehr Gewicht, indem er ihn mit dem einleitenden Bemerken anbietet, die großen Lei-stungen der Philosophie würden nie veralten, "wäh-rend auch die allerneueste und eleganteste Darstel-lung eines physikalischen und biologischen Sachver-haltes ... in spätestens zehn Jahren vollkommen veraltet ist". Diese sowohl für die Naturwissenschaft als auch für die Philosophie (sofern man den Holis-mus dazu rechnet) betrüblichen Feststellungen über-raschen deshalb so unangenehm, weil der gleiche Autor seinen Holismus 1934 gerade im Gegenteil hierzu mit dem hoffnungerweckenden Satz präsen-tierte, seine Lehre sei nur "die für unsere Epoche mögliche und gültige Lösung". Noch an anderer Stelle des Bandes demonstriert Meyer-Abich erneut das Maß seiner Vertrautheit mit der Naturforschung. Dort nämlich, wo vom "Dilemma der Universität" gespro-chen wird, meint er, die zeitgenössische Naturwissen-schaft habe "eigentlich gar kein Recht, ihre bisherigen Ergebnisse mit jenem apodiktischen Anspruch auf Allgemeingültigkeit auszusprechen, mit dem sie es selbstverständlich tut", weil sie ja nur eine Natur-wissenschaft der gemäßigten Zonen sei. Dabei wird speziell an "die bisher bekannten allgemeinen bio-logischen Gesetzmäßigkeiten — Entwicklung, Ver-erbung, Anpassung" gedacht! Ein bewährter Fachmann gibt hier wohl die bisher vollständigste Biographie Bunsens, die sowohl das umfangreiche schriftliche Material über Bunsen sach-gemäß verarbeitet, als auch seine Leistungen nach Inhalt, Vielseitigkeit und Bedeutung interpretiert. So führt uns der Verf. in eine glänzende Vergangenheit deutscher Geistigkeit und internationaler Verbunden-heit der Gelehrten und macht uns zu Zeugen, wie ein Bunsen gleichzeitig Chemiker und Physiker war und wie er mit den bescheidensten Mitteln seine Apparate für physikalische Präzisionsmessungen erbaute. Doch galten die ersten Veröffentlichungen des 23-jährigen Doktors und Privatdozenten geologisch-mineralogischen und pharmakologischen Fragen: Von der Entdeckung des Gegengifts des Arseniks (1834) führte dann der Weg zu den klassischen Untersuchungen der hoch-giftigen organischen Kakodylverbindungen (wobei er 18-38 eine bleibende schwere Verletzung des rechten Auges erlitt), zu Untersuchungen der Gichtgase der Hochöfen und zur Begründung der Gasanalyse (1840, 1857), alsdann zu Geysir-Erforschungen in Island (1846). zur Erfindung elektrischer Batterien und zur Gewin-nung von metallischem Magnesium, Aluminium usw. durch Schmelzflußelektrolyse (1851 u. ff.); vom Bunsen-brenner (1855) geht es zu photochemischen Unter-suchungen (gemeinsam mit G. Kirch ho ff, 1860) und zur Entdeckung der chemischen Elemente Caesium und Rubidium (1861) sowie deren Verbindungen; es folgen ausgedehnte Untersuchungen der Funken-, Flammen-und Absorptionsspektren der Elemente, kalorimetrische Studien, chemische Trennungen, Mine-ralwasseranalysen usw. Bunsen ist ein fanatischer Tatsachensucher und ein Gegner der Theorien, bei seinen Experimenten wandelt er an der Grenze der Selbstverstümmelung, als Wissenschaftler geht er seine eigenen Wege, und als Persönlichkeit und Son-dertyp stellt er eine Art Synthese von überragenden geistigen Eigenschaften und vielen typischen Eigen-heiten dar, — als ein kleiner allmenschlicher Zierat gehören sie zum Gesamtbild des großen Mannes. Bun-sens Biograph hatte es nicht leicht, die Mannigfaltig-keit der Leistungen des genialen Forschers erschöp-fend darzulegen und gleichzeitig die egozentrische Wesensrichtung des Menschen Bunsen sympathisch wirken zu lassen. Der Biograph mußte sich stets gegenwärtig halten, was er von dem Lebenswerk und dessen epochaler Bedeutung mitzuteilen hat, dann aber auch, wie der äußere Ablauf dieses begnadeten, 88 Jahre umfassenden Lebens zu schildern sei, um das Bild wirkungsvoll zu gestalten. Die erste Aufgabe hat der Biograph als alter Wissenschaftler mit großer Sachbeherrschung gelöst, und die zweite Aufgabe hat er als erfahrener Chemiehistoriker mit künstlerischer Einfühlung meisterhaft bewältigt, wobei die Darstel-lung bisweilen sich zur dichterischen Höhe erhebt. Das schöne Buch erinnert uns an den vor 50 Jahren (am 16. August 1899) erfolgten Tod Bunsens. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 4b, 372 [1949]) 
  Published    1949 
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 Identifier    ZNB-1949-4b-0372_e 
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