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Facet   section ZfN Section B:Volume 002  [X]
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Publication Year
1947 (82)
61Author    PeterN. WittRequires cookie*
 Title    Ein Test zur Prüfung der Wirksamkeit insektizider Substanzen und ein Beitrag zum Mechanismus der Wirkung von DDT und HCC  
 Abstract    Die Zucht von Calliphora erythrocephala und ein mit diesen Fliegen durchgeführter Test zur Bestimmung der Wirksamkeit insektizider Substanzen werden beschrieben. Hierbei wird der eben ausgewachsenen Fliege die Substanz, gelöst in 0,001 bis 0,002 ccm absol Alkohol, so aufgetropft, daß volle Wirksamkeit percutan gewährleistet erscheint. Die mit dieser Methode durchgeführte Testung der Organe DDT-vergifteter größerer Tiere (Frosch und Maus) ergibt die geringste Giftigkeit des Gehirnextraktes gegen-über Leber Lungen, Milz, Nieren und Muskulatur. Versuche an Maden, Puppen und Fliegen zeigen die verschiedene Wirksamkeit von DDT und HCC in den verschiedenen Entwicklungsstadien der Fliege, und durch sie wird wahrscheinlich gemacht, daß das DDT und HCC nicht in wirksamer Menge durch die dicken Chitinplatten, sondern durch Gelenkspalten, Sinnesorgane und Stigmen der Insekten eindringt. Endgültige Klarheit konnte hierbei nicht erzielt werden. Z um Vergleich der Wirksamkeit und zur Er-forschung der Wirkungsweise insektizider Substanzen, insbesondere von DDT und HCC, gab es bisher kein befriedigendes Testverfahren. Den von Läuger 1 erwähnten Test nach Wiesmann fand ich nirgendwo näher ausgeführt, während der von Emmel und Krüpe 2 angegebene unge-nau ist. Wenn man, wie dort angegeben, Fliegen über ein vergiftetes Deckgläschen laufen läßt,, so läßt sich infolge der Verschiedenheit von Ge-schwindigkeit, Schrittzahl und Weglänge nicht angeben, welche Menge insektizider Substanz hierbei eigentlich eine Fliege bekommen hat. Im Gegensatz dazu versucht der hier be-schriebene Test, Fliegen eine genau bestimmte Menge Substanz beizubringen und ihre Sterblich-keit als Maß für die Wirksamkeit zu nehmen. Er ist auch genügend genau, um eine unbekannte Menge giftiger Substanz in Organextrakten von Tieren zu bestimmen und damit die Angaben von Domenjoz 3 nachzuprüfen, der den Angriffs-punkt von DDT an dem von Tonn er 4 -5 , von Buddenbrock 6 und Bethe 7 beschriebenen peripheren Ganglienzellsystem vermutet. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 361—366 [1947]; eingegangen am 22. April 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0361 
 Volume    2 
62Author    Marguerite VogtRequires cookie*
 Title    Fördernde Wirkung eines Eierstock-Hormons auf die Entwicklung larvaler Imaginalscheiben von Drosophila  
 Abstract    Werden bei Drosophila larvale Imaginalscheiben in die Leibeshöhle adulter Fliegen implantiert, so zeigen sie in weiblichen Wirten eine deutliche Weiterentwicklung, die m männlichen Wirten fehlt. In letzteren löst die Gegenwart reifender (implantierter) Eier-stöcke eine Weiterentwicklung der Imaginalscheiben aus, während andererseits dieselbe in sterilen Weibchen mit unterentwickelten Eierstöcken unterbleibt. Es produziert somit der reifende Eierstock ein Hormon, das die Entwicklung larvaler Imaginalscheiben fördert und das möglicherweise mit dem das Wachstum der Corpus-allatum-Zellen hemmenden Eierstockshormon identisch ist. I m Jahre 1940 hat Ellen Thomsen 1 erst-malig bei Musciden aus der Hypertrophie des Corpus allatum in Fliegenweibchen mit unterent-wickelten Eierstöcken auf die Bildung eines Hor-mones durch den reifenden Eierstock geschlossen, welches im normalen Fliegenweibchen ein über-starkes Wachstum der Corpus-allatum-Zellen verhindere. Eine experimentelle Stütze für ihre Annahme fand sie in der Tatsache, daß nach Ex-stirpation der Ovarien normaler Fliegenweibchen ebenfalls eine Hypertrophie des Corpus allatum auftrat. Später konnte ich zeigen 2 , daß auch bei Droso-phila-Weibchen mit unterentwickelten Eierstöcken eine Vergrößerung des Corpus allatum erfolgt. Gleichzeitig gelang es mir, letztere durch Implan-tation normal reifender Eierstöcke wieder rück-gängig zu machen. Hiermit schien nunmehr die Thomsen sehe Annahme eines Eierstock-Hor-mones weitgehend gesichert. Einen neuen experimentellen Hinweis für das Vorhandensein dieses oder eines zweiten Eierstock-Hormones dürften die im folgenden zu schildern-den Befunde bringen. Kürzlich wurde von B o -d e n s t e i n 3 der interessante Befund beschrieben, demzufolge larvale Augenantennen-sowie Bein-Imaginalscheiben bei Implantation in weibliche Fliegen eine deutliche Weiterentwicklung zeigten, 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 367—369 [1947]; eingegangen am 26. Juli 1947*) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0367 
 Volume    2 
63Author    Viktor SchwartzRequires cookie*
 Title    Über die Physiologie des Kerndimorphismus bei Paramaecium bursaria  
 Abstract    Paramaecium bursaria ohne Mikronucleus oder mit überzähligen Makro-oder Mikro-nuclei ist lebens-und vermehrungsfähig. Überzählige Kerne verursachen keine Er-höhung des Zellvolumens, wie sie als allgemeine Konsequenz von Genomvermehrungen bekannt ist. Vielmehr führt die Vermehrung ihrer Wirkung zu einer reaktiven Ver-kleinerung der in Überzahl vorhandenen Kerne selbst. Mit der morphologischen Ver-schiedenheit gehen qualitative Unterschiede der Leistungen der dimorphen Kerne parallel. Ihre Funktionen im normalen Zelleben ergänzen sich also nicht rein additiv, und sie können sich im Experiment nicht unmittelbar vertreten. Die Funktionsbeziehun-gen in dem System Zytoplasma-Makronucleus-Mikronucleus sind klonspezifisch ver-schieden. Jedoch sind sie nicht endgültig festgelegt, denn die Ausfallserscheinungen, welche die Beseitigung des Mikronucleus unmittelbar zur Folge hat, werden im Laufe längerer Zeit mindestens teilweise kompensiert. I m diploiden Mikronucleus der Ciliaten stehen zwei Genome morphologisch gesondert den Ge-nomen des polyploiden Makronucleus (Piekar-sk i 1 und eigene Untersuchungen) gegenüber. Mit dieser morphologischen geht eine physiologische Sonderstellung des Mikronucleus parallel. Das zeigt schon das unterschiedliche Schicksal der bei-den Kerne im Konjugationsformwechsel. Wäh-rend der Mikronucleus als Geschlechtskern funk-tioniert, geht der Makronucleus in der Konjuga-tion zugrunde. Dennoch ist mindestens bei vielen Ciliaten der Mikronucleus kein absoluter speziali-sierter Keimbahnkern. Bei Euplotes (Taylor und Farber 2) und Stylonychia (Dembows-k a 3) ist das Vorhandensein beider Kerne im vege-tativen Entwicklungszyklus und in der Regenera-tion unentbehrlich. Bei Paramaecium caudatum wird das Fehlen des Mikronucleus unter gewis-sen Ausfallserscheinungen ertragen (L e w i n \ 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 369—381 [1947]; eingegangen am 23. Juli 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0369 
 Volume    2 
64Author    Requires cookie*
 Title    S S S S Ä S ^ S  
 Abstract    einer gegenseitigen morpholoIischenTbt^un^zeS wSf 1 ^ G ™ d T^Ver basische Fluoreszenz-Farbstoff Acridin-luna-fin rW y*n u SÄ« ÄÄ SSSS I£HSRSR Zellen ,m angefärbten Zustand (luoreszenzmikro-mehr oder mTnder starke 1 f H ' ' undsich^Ä^TE^LÄ INLE RR niikroskopisclien Bild befindlichen — ZE^Ä" ^ * durch einen einmaligen Färbungsprozeß eindeutig Als > i 7 zu klaren. IV: I7JR»e? F ; R TEEHEN N^ÄFTE otrugger j. Der Farbungsvorgang wurde als mun £ der Restlösung. Das zu färbende Suh!w elektrostatische Kationenadsorption gedeutet und T ^ ZU " ächst in die rait Phosphat-Puffer auf einen die erhöhte Speicherung der toten Zellen als Folge best !™ m ^ n PH-Wert eingestellte Farblösung einge-einer Destruktion des submikroskopischen Auf-wurlV*"® 1 " Färbedauer von jeweils 10 Min. baue, des Protoplasmas, welche ^Voril ÄÄttSÄÄJ S T 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 382 [1947]) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0382 
 Volume    2 
65Author    Druck Der, Hoffmannschen Buchdruckerei, Felix Krais, Stuttgart FogensburgRequires cookie*
 Title    i Uni v -Ml ht i i et t  
 Abstract    der beziehungswissenschaftlichen kausalen Verket-tung zum funktionalen Verflochtensein der land-schaftsbestimmenden Faktoren. Eine umfassende Darstellung der geographischen Forschung im Ausland, an der Troll selbst namhaft beteiligt ist, bildet den Abschluß dieses die gesamte Literatur des Zeitraums umfassenden Rechenschafts-berichts, dessen Fortsetzung angekündigt ist. Ergebnisse geographischer Feldforschung in Asien bringen die beiden nächsten Arbeiten. W. Credner untersucht die Kultbauten in der hinterindischen Landschaft, wobei neben der Buntheit der Völker-schaften die Mannigfaltigkeit der Kulturströme als landschaftsgestaltende Kräfte dargestellt wird. C. Rathyens und H.v. Wissmann bringen landschafts-kundliche Beobachtungen im südlichen Hedjas als Frucht gemeinsamer Forschungsreisen. Es werden so-wohl die natur-als kulturlandschaftlichen Züge der Küstenebene von Djidda und des Berglands von Mekka gezeichnet; besonders wird auf die ausgeschachteten Oasen und die alten Wasserversorgungsanlagen die-ser Wüstenlandschaften eingegangen, die die Pilger-ströme nach Mekka mit zu versorgen haben. Eine Darstellung der ländlichen Neusiedlung als geographisches Problem gibt W. H a r t k e. Er unter-sucht die Neusiedlungen Norddeutschlands, vor allem des ehemals deutschen Nordostens 1923—1938 und versucht die Gesetzmäßigkeiten und die Eigendyna-mik dieser Vorgänge in ihren geographischen Wir-kungen zu erfassen. Kleine Mitteilungen und ausführliche Literatur-besprechungen schließen das wertvolle Heft ab. Friedrich Huttenlocher. NACHRICHTEN Das Reichsinstitut für Forst-und Holzwirtschaft, Hamburg-Reinbek, gibt bekannt: Soeben sind erschienen: "Mitteilungen des Reichs-institutes" Nr. 1: Neue Unterlagen für eine Waldbrand-bekämpfung. Teil I. Von Oberforstmeister Dr. Weck. Bezugspreis RM 7.50. — "Merkblätter des Reichsinsti-tutes" Nr. 1: Der Brennholzeinschlag 1946 — sein Aus-maß, seine Bedeutung, seine Folgen. Von Dr.-Ing. R. Keylwerth. Bezugspreis RM 3.20. In Kürze erscheinen ferner: "Mitteilungen des Reichsinstitutes" Nr. 2: Beiträge zur Kenntnis der Darmsymbionten der holzfressenden Termiten. Von Dr. H. S c h m i d t. Nr. 3: Versuch einer Gliederung deutscher Waldböden. Von Dr. Robert Ganssen. Nr. 4: Die pilzwidrige Wirkung der im Holzschutz benutzten Chemikalien. Von Professor Dr. Bavendamm. Nr. 5: Die Auswirkungen des Krie-ges auf die sowjetische Forst-und Holzwirtschaft. Von Forstmeister Dr. Buchholz. — "Merkblätter des Reichsinstitutes" Nr. 2: Der Hausbock. Von Dr. E. Z u m p t. Im Dezember 1947 erscheint erstmalig wieder die "Zeitschrift für Weltforstwirtschaft. Wissenschaft-liches Organ für deutsche und ausländische Forst-und Holzwirtschaft". Herausgeber Prof. Dr.-Ing. Franz H e s k e. Ständige Mitarbeiter u. a.:mann. Erscheinungsweise dieser heute einzigen deut-schen forst-und holzwissenschaftlichen Zeitschrift zu-nächst vierteljährlich. Jahresbezugspreis RM 48.—. Einzelheft RM 15.—. Das erste Heft bringt u. a. Prof. Dr. Heske, Die Forstwissenschaften auf Grundlage weltweiter Erfahrung; Prof. Dr. Wiedemann, Die Ent-wicklung des Waldes der britischen Zone. Dargestellt am Beispiel von Niedersachsen; Prof. Dr. Fabricius, Forschungsverfahren. — Internationaler Forstwirt-schaftsbericht, Internationaler Holzwirtschaftsbericnt, Internationale Forst-und Holzwirtschaftsstatistik. —' Bestellungen und Anfragen sind zu richten an: Reichsinstitut für Forst-und Holzwirtschaft, Publi-kationsstelle, Reinbek bei Hamburg, Bahnsenallee 14 Tel.: Hamburg 214317. BERICHTIGUNG Die Arbeiten: Hans A. Offe, "Über die Elektro-lyse von Aminosäure-Derivaten" und "Über die Elek-trolyse einiger stickstoffhaltiger Carbonsäuren" (vergl. diese Z. 2b, 182, 185 [1947] wurden im Versuchslabo-ratorium der Ammoniakwerk Merseburg G. m. b. H., Leuna-Werke, ausgeführt. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 396 [1947]) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0396b_e 
 Volume    2 
66Author    Fritz Seel, Hans BauerRequires cookie*
 Title    Ober eine neue Klasse von Elektrolyten in verflüssigtem Schwefeldioxyd  
 Abstract    Die Säureradikale der Carbonsäuren — RCO — und salpetrigen Säure — NO — kön-nen in verflüssigtem Schwefeldioxyd als selbständige (solvatisierte) Kationen — RCO+, NO+ — auftreten, wie dies von Metall-, Hydronium-und Ammoniumionen in wäßrigen Systemen bekannt ist. Dies ist dadurch möglich, daß man den entsprechenden Säure-halogeniden — RCOC1, NOC1 — durch Zusatz elektrophilerKomplexbildner, wie SbCl5, AlCls, das Halogen alsylra'on entziehen kann. Es werden die Ergebnisse neuer Leitfähigkeitsuntersuchungen an solchen Systemen mitgeteilt sowie charakteristische "Ionenreaktionen" dieser neuartigen Elektrolyte be-schrieben. I m Rahmen seiner Untersuchungen in nicht-wäßrigen Lösungsmitteln hat bereits P.Wai-den 1 gefunden, daß verflüssigtes Schwefeldioxyd als Lösungsmittel ein ausgesprochen gutes Ioni-sier ungsmittel ist, und neuerdings konnte dies ins-besondere durch die systematischen Arbeiten von G. Jander 2 über die "Chemie in flüssigem Schwefeldioxyd" bestätigt werden. Viele Salze gehen in ihm unter Dissoziation in solvatisierte Ionen (bzw. Ionenkomplexe) in Lösung, ja selbst in ungelöstem Zustande als Nichtelektrolyte be-kannte Stoffe können in verflüssigtem Schwefel-dioxyd in Ionen gespalten werden. Wenn auch die für wäßrige Systeme charakteristische Säure-dissoziation infolge der mangelnden Ausbildungs-möglichkeit von Lyoniumionen 3 fehlt, so besitzt andererseits das flüssige Schwefeldioxyd bei ge-wissen konstitutiven Voraussetzungen der ent-sprechenden gelösten Verbindungen die Fähigkeit zur Ionentrennung der Kohlenstoff-Halogen-Bin-dung, welche in Wasser — ohne gleichzeitig statt-findende solvolytische Prozesse — durchaus nicht 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 397—400 [1947]; eingegangen am 8. August 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0397 
 Volume    2 
67Author    Heinz SchulzeRequires cookie*
 Title    Über ungewöhnliche Lichtabsorption einiger einfacher Indophenolfarbstoffe  
 Abstract    In der Gruppe der in der Regel blauen bis grünen Indophenole aus 1.2-Phenolcarbon-saureamiden und Phenylendiaminen wurden neue, sämtlich im Amidrest mit stark polaren Gruppen substituierte Farbstoffe gefunden, deren Absorptionsbanden in den hereich kürzerer. Wellenlängen verschoben sind. Als Ursache für die Verschiebung werden Aebenvalenzkräfte angenommen. B ei mehreren modernen Farbenfilmverfahren 1 , bei denen das Bild aus den drei subtraktiven Grundfarben Gelb, Purpur und Blaugrün aufge-* Z. Zt. Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie Tü-bingen, Gmelinstr. 8. baut wird, besteht der blaugrüne Bildfarbstoff aus einem Indophenol. Er wird bei der Entwicklung des belichteten Films nach Fischer 2 z.B. nach 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 400—404 [1947]; eingegangen am 23. August 1047) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0400 
 Volume    2 
68Author    Nikolaus ProkopowiczRequires cookie*
 Title    Zur Entstehung der Torfvivianite  
 Abstract    Re^kta 1 Fe IVw^r* ^ Vivianit " V ^kommen bezeugen ihre Entstehung bei der W to abSOrWert -Vielmehr «"e aktive R"l,e eFZ ™ n Zusammensetzung 3 FeO * P2O5 • 8 HjO 1) ffÄÄZÄ Fluß-und Seeablagerungen und aus einigen Boden-arten. H a i d i n g e r 2 und andere haben sie in Men-schenknochen, Schldssberger 1 (S. 407) im Magen eines Straußes beschrieben. Verf. hat erdige vivianit-ähnliche Stoffe in altem Stalldünger in Westpodolien angetroffen. Trotz großer Verbreitung sind praktisch nutzbare Anhäufungen von Vivianiten nur in Nieder-torfmooren als sog. Torfvivianite bekannt. Ihre Ent-stehung ist bis jetzt nicht ganz klar. Verwendungs-möglichkeiten sind gegeben als Phosphatdüngemittel, als wirksame spezifische Insektengifte, als Farbstoffe usw. 3 . Ausgehend von der Dephosphatisation von Pflanzen-resten bei der Torfbildung und der nestähnlichen Form der Vivianit-Vorkommen, haben Puchner 4 , Gärtner 5 u.a. die Vivianit-Bildung mit Pflanzen-phosphaten in Verbindung gebracht. Potonie 6 , van Bemmelen 7 u. a. dagegen stellen sie in Zu-sammenhang mit Tierresten, da letztere oft durch Vivianite imprägniert sind. Andererseits nehmen Schreiber 8 , Andrianov und Smirnov 3 u. a. für die Vivianite anorganischen Ursprung an; sie weisen auf den Zusammenhang der Vivianite mit den Grundwasserquellen hin und auf das Fehlen eines Zu-sammenhanges zwischen maximalem Vivianitgehalt und maximaler Versumpfung. Diese Verfasser nehmen an, daß Vivianite bei chemischen und physikalisch-chemischen Reaktionen der Grundwasserphosphate mit humatischen und anderen Eisenverbindungen in Torfmooren entstehen. Eine große Rolle spielen da-bei nicht nur die Reduktionsverhältnisse, sondern auch die sauren Reaktionen, die in Torfmooren herr-schen, da Phosphate des Ca und Mg bei neutralen oder schwach alkalischen und solche des Fe und AI sich bei sauren Reaktionen des Mediums absetzen 3 > 9 . 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 404—406 [1947]; eingegangen am 6. Dezember 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0404 
 Volume    2 
69Author    Richard Kuhn, Adeline GauheRequires cookie*
 Title    Über die Bedeutung des Demissins für die Resistenz von Solanum demissum gegen die Larven des Kartoffelkäfers  
 Abstract    Das Alkaloidglykosid Demissin schützt gewöhnliche Kartoffelblätter gegen Fraß durch die Larven des Kartoffelkäfers. Es werden der Gelatine-Test und der Infiltrations-Test beschrieben. Der Gehalt von 0,4—0,5% Demissin erklärt die Resistenz der Blätter von S. demissum. Solanin, von dem die Blätter unserer anfälligen Kulturkartoffeln nur etwa 0,01% enthalten, übt auch in 130-fach höherer Konzentration keine Schutzwirkung aus. Im Demissin liegt ein spezifischer "Resistenzfaktor" vor. D emissin (Solanin d) C50H83O29N wurde aus den Blättern der Wildkartoffel Solanum de-missum , die gegen die Larven des Kartoffelkäfers resistent ist, in einer Ausbeute von 0,47% (be-zogen auf das Gewicht der frischen Blätter) kry-stallisiert erhalten 1 . Es liefert bei der Hydrolyse durch Säure 1 Mol. ci's-Dihydrosolanidin + 2 Mol. Glucose + 1 Mol. Galaktose + 1 Mol. Xylose, während das bekannte Solanin (Solanin t) C JLo01ßN, von dem die Blätter der gewöhn-4 5 7.5 1 d ' liehen Kulturkartoffel Solanum tuberosum • nur etwa 0,01 % enthalten, bei der Spaltung durch Säure 1 Mol. Solanidin + 1 Mol. Glucose + 1 Mol. Galaktose + 1 Mol. Rhamnose liefert. CH» CH, Demissin H. CH N H CH3 : 2 Glucose + 1 Galaktose 1 Xylose) Tetra-/ saccharid — O (Tetrasaccharid Versetzt man Blätter von S. tuberosum, die das normale Futter der Larven des Kartoffelkäfers darstellen, mit Demissin in Konzentrationen, die denjenigen im demissum-Blatt entsprechen (~ 0,5%), so werden sie von den Larven nicht mehr gefressen. Der Zusatz des Demissins erfolgte entweder durch Bestreichen der Blatt-Oberflächen mit einer Lösung in Gelatine (Gelatine-Test) oder durch Einsaugen einer wäßrigen Lösung des Chlorhydrats in die evakuierten Blätter (Infil-trations-Test). 1 R. K u h n u. I. L ö w , Chem. Ber. 80, 406 [1947]. Ein Überzug von reiner Gelatine stört die Entwicklung der Larven gar nicht (Tab. 1). Die erstarrte Gelatineschicht wird fast ganz mitge-fressen. Enthält die Gelatine 5% Demissin (Tab.2), so bleibt die Entwicklung stark zurück; nach 5 Tagen waren von 20 Tieren 16 tot, 3 Lx und 1 L9 eben noch am Leben, während alle 20 Kontrolltiere auf unbehandelten Blättern leb-ten und sich 19 von ihnen 1-mal und 1 2-mal ge-häutet hatten. Die mit Demissin bestrichenen Blätter (siehe auch Versuche Nr. 9, 10, 11 in Tab. 3) wurden fast gar nicht angefressen, nur an der Unterseite versuchten die Tiere hie und da zu fressen, wobei sie die Gelatineschicht meist unberührt ließen. Weitere Versuche (Tab.3) zeigten, daß In-filtration der tuberosum -Blätter mit destil-liertem Wasser oder mit Salzsäure-Ammoniak von pH 5 keinen Einfluß auf die Entwick-lung der Larven hat. Die Blätter wurden eben-so gerne wie unbehandelte gefressen. Wurde jedoch eine 5-proz. Demissinchlorhydratlösung von pH 5 infiltriert, so daß die tuberosum-BYätter 1,08% Demissin enthielten, so wurden die Blät-ter kaum angefressen; die Tiere blieben klein, etwa wie Hungertiere ohne Blatt, keines von ihnen erreichte das L3-Stadium und nach 6 Tagen waren alle tot, so wie diejenigen, denen gar kein Futter geboten worden war. 0,4 und 0,3% Demis-sin (Infiltration, Versuche Nr. 6 und 7 der Tab. 3) genügten, um die Blätter gegen Fraß praktisch zu schützen; nur einzelne Larven fraßen ein klein wenig, doch genügten die aufgenommenen Futter-mengen bei keinem Tier, um das L3-Stadium zu • erreichen. Nach 7 Tagen waren 80—90% der Tiere tot, die Überlebenden klein und verkümmert. In diesen Versuchen war die Demissinmenge in den Blatt 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 407—409 [1947]; eingegangen am 20. November 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0407 
 Volume    2 
70Author    Gernot Bergold, Hans Friedrich-FreksaRequires cookie*
 Title    Zur Größe und Serologie des Bombyx-mori-Polyedervirus  
 Abstract    Lymphe aus polyederkranken B.-mori-Raupen wurde vor und nach Zentrifugen,^ sTchTaß Bestimmung der D. let. 50 getesL D^h e gif Ketchw^diSt /T e -p gGW T ene infekÜÖSe Material eine Sedimentations-geschwmdigke t von gleicher Größenordnung besitzt wie das aus den Polyedern gewon-nene Virus. Die serologischen Versuche sprechen ebenfalls für die ÜbereinstirnnTun^ des rasch segmentierenden Materials mit dem Virus. Im Gegensatz A^ Glaser und S t a n 1 e y konnte keine serologische Verwandtschaft des Polyedervirus mit der Lymphe aus gesunden B.-mori-Raupen gefunden werden. ™yeaerMius I n einer früheren Arbeit wurde die Isolierung 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 410—414 [1947]; eingegangen am 24. Oktober 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0410 
 Volume    2 
71Author    Friedrich HüterRequires cookie*
 Title    Zur Biochemie der Schilddrüsenfunktion VII 1 : Anzeichen der tierexperimentellen E-Hypervitaminose  
 Abstract    Woc^ef zu E krtlL^?F ng J° n männlichen ^n Kaninchen führt nach mehreren cer^Vntst^enef^Hvn, f mUngen 1 an ^ SchiIddrüs * (SD)-Die drei Symptome aer entstandenen E-Hypervitammose in dem innersekretorischen Organ sind-1 Abnorme Volumen-und Gewichtszunahme, 2. Jodfreiheit bzw. -mangel und 3 histo oXhe Veränderung (gesteigertes Epithelwachstum). Vitamin-E-Gab^n Lutralisieren nic d e schilddrusenschädigende Wirkung von Kohlkropfnahrung. Ein täglichera-Toko Phero -Zusatz zum Normalfutter verhindert nicht den kropferzeugenden A/o^ l Effekt an Kaninchen, sondern wirkt im gleichen Sinne. niouracü 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 414—419 [1947]; eingegangen am 21. Juli 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0414 
 Volume    2 
72Author    Ewald FrömmingRequires cookie*
 Title    Ein Ernährungsversuch mit der Süßwasserlungenschnecke Physa acuta Drap  
 Abstract    Die Pflanzennahrung allein ist für das Gedeihen von Physa acuta Drap, nicht aus-reichend-auch diese Art bedarf des tierischen Eiweißes, genau wie hymnaea stagnahs L., IZgn^Talustris O.F.Müller, Radix auricularia L Radix ovata Drap, und Vinparus viviparus L., für die dies bereits nachgewiesen wurde 1 . V ' on der Ernährungsweise der meisten, insbe-sondere der kleineren Süßwasserschnecken ist uns bis heute nur wenig bekannt. Dies gilt auch von der durch ein linksgewundenes Gehäuse aus-gezeichneten Familie der Physidae. So habe ich einen großangelegten Ernährungsversuch ange-setzt, der zugleich über das Wachstum und die Vermehrung einiges aussagen sollte. Als Ver-suchstiere wählte ich eine Art, die bei uns durch Pflanzeneinfuhr eingeschleppt wurde und von etwa 1930 bis 1940 in allen zoologischen Geschäf-ten zu haben war; auch fand sie sich zu jener Zeit in vielen botanischen Gärten und ist sogar im Freien beobachtet worden (Zusammenstellung bei Adensamer 2). Ob sie an den natürlichen Stand-orten den vergangenen strengen Winter überstan-den hat, ist mehr als zweifelhaft. Es handelt sich um die mediterran-westeuropäische Art Physa acuta Drap. Etwa 50 Jungtiere mit einer Gehäusehöhe von 2—4 mm aus eigener Zucht wurden auf zwei Gläser mit je 5 l Wasser verteilt. Einen Bodengrund erhielten die Aquarien nicht, doch wurden sie reichlich mit Wasserpflanzen versehen, die nach Bedarf erneuert wurden; beide Gläser enthielten stets dieselben und * Berlin N 20, Osloer Str. 99, Aufg. VI. i E. Frömming, Der Einfluß der Nahrung auf das Wachstum der Ohrschlammschnecke, Bl. Aquar.-Terrariumkunde 40, 359 [1929]; Zur Vermehrung der Radix ovata Drap. Int. Rev. ges. Hydrobiol. Hydrogr. 31 312 [1934]; ebenda, Uber die Ernährung unserer stets gleich viele Pflanzen und beide standen neben-einander in diffusem Licht. In den einen Behälter wurde zusätzlich gekochte Pferdeleber gegeben, und zwar in etwa 1 cm 3 großen Stücken, von denen mehrere an Fäden eingehängt und sofort erneuert wurden, wenn sie abgefressen waren. In beiden Aquarien wurde alle 15 bis 20 Tage das Wasser erneuert; dies war wegen der starken Defäkation der Tiere not-wendig. Der Versuch begann am 20. Dez. 1940 und dauerte bis August 1941; er wurde abgebrochen, da die Tiere der rein pflanzlich ernährten Gruppe fast alle tot waren. Alle 4 Wochen wurden die Gehäuse der kleinsten und größten Tiere mittels einer Schieb-lehre gemessen. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 419—421 [1947]; eingegangen am 26. Juli 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0419 
 Volume    2 
73Author    Heinrich Kmobloch, Karl Reinhardtf, Hans LothringRequires cookie*
 Title    Das Wirkstoffbedürfnis der Gattung Rhodotorula  
 Abstract    An 47 verschiedenen Rhodotorula-Stämmen wurden Versuche über das Wirkstoff-bedürfnis angestellt. Die Mehrzahl von diesen Organismen benötigte zu ihrem Wachstum Aneurin. Der botanisch-systematischen Bestimmung nach identische Stämme verhalten sich in physiologischer Hinsicht verschieden und fallen durch einen abweichenden Wuchs-stoffbedarf auf. In einigen Fällen konnte die Beobachtung gemacht werden, daß Orga-nismen ihr Vermögen zur Wirkstoffsynthese, das sie verloren hatten, zurückgewannen. D ie Familie der Rhodotorulaceae (Lodder), die alle Hefen umfaßt, die Carotinoide Farbstoffe bilden, ist im Hinblick auf den Stoffwechsel noch verhältnismäßig wenig untersucht. In neuerer Zeit sind Vertreter dieser Familie besonders deshalb in den Vordergrund des Interesses gerückt, weil es die Frage zu klären galt, ob es möglich wäre, Rhodotorula-Arten in technischem Ausmaß zu züchten und festzustellen, inwieweit ihrem Pigmentgehalt Provitamin -A' -Charakter zu 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 421—424 [1947]; eingegangen am 8. September 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0421 
 Volume    2 
74Author    Annemarie Grosser, Wilhelm FriedrichRequires cookie*
 Title    Eine Testmethode zur Bestimmung von Pilzhemmstoffen  
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 425—427 [1947]; eingegangen am 11. Oktober 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0425 
 Volume    2 
75Author    Requires cookie*
 Title      
 Abstract    Es wurde der Einfluß von Äther-und Alkoholnarkosen auf die Größe der Kern-volumma von motorischen Vorderhornzellen und Basalzellen der Epidermis 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 428—433 [1947]; eingegangen am 12. Juli 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0428 
 Volume    2 
76Author    Josef StraubRequires cookie*
 Title    Zur Entwicklungsphysiologie der Selbststerilität von Petunia II Das Prinzip des Hemmungsmechanismus  
 Abstract    Die vorliegenden Untersuchungen an selbststeriler Petunia lassen das Prinzip des Mechanismus auffinden, durch welchen der Unterschied im Pollenschlauchwachstum nach Selbst-und Fremdbestäubung zustandekommt "fllT1crPT1 limi Vergleichende Wachstumsmessungen in Verbindung mit Griffelpfropfungen und Doppelbestäubungen zeigen, daß eine Hemmstoffbildung im Sinne der Immunitatstheone von Ea st nicht eintritt. Fortlaufende Messungen der Wachstumspotenz von Selbst-und Fremdschläuchen" und von Pollenschläuchen nach Doppelbestäubungen bilden die Grundlage für eine neue Theorie der Hemmung beim ScHauchwachstum Selbststeriler; Jeder Pollenschlauch gibt, um wachsen zu können eigene Substanzen (P^off) »te Leitgewebe ab. PS-Stoff wird im Pollenkorn unter der Wirkung des betreffenden Sterili-tätsallels mindestens zum Teil als spezifischer Stoff und in ganz bestimmter Menge ge-bildet. Wahrscheinlich trägt er Fermentcharakter. Er dient zum Aufschheßen des Leit-»ewebes Fremdschläuche verbrauchen ihn hierzu ganz bei ihrem Wachstum. Bei Selbstungen wird ein Teil des abgegebenen PS-Stoffes durch ein im Leitgewebe vor-handenes unter dem Einfluß des gleichen Gens gebildetes System (LG-System) seiner eigenüichen Funktion entzogen, inaktiviert. IM Selbstungen wird also auf der gleichen Wegstrecke mehr PS-Stoff verbraucht als bei Fremdungen. AUgemem entscheiden die Bedingungen des Griffels über den Verbrauch bzw. die Anwendbarkeit des P£-Stolles. Pfropfungen, durch die einem Schlauch die Möglichkeit zu beliebig weitem Wachstum gegeben wird, beweisen, daß das maximale Wachstum bei Selbstfertilen besonders groß ist Bei den Pollenschläuchen von Petunia steigt die maximale Wachstumsleistung nach Verwendung des gleichen Pollens von der Selbstung Selbststeriler über die Fremdung Selbststeriler zur Bestäubung Selbstfertiler. D ie selbststerile Petunia hybrida gehört zu davon eiue große Reihe multipler Allele. Bei jen Gruppe der Selbststerilen, bei deueu das Oenothera siud 45 Sterihtätsalele bekann . Pol-Ausbleiben der Samenbildung nach Selbstbestäu-lenschläuehe einer Pflanze SS, tragen entweder bung entwicklungsgeschichtlich auf dem Stecken-den Faktor S, oder SWenn ein S-lollen-Sen der Pollenschläuche in einer bestimmten schlauch im Grifteigewebe, durch das er hmdurch-Griffelzone beruht. Nieotiana Sanderae und Oeno-wächst, den Faktor 8 gegenüber hat, w.ri sem tkera organensis sind zwei klassische Objekte der-Wachstum verlangsamt und selben Gruppe Der Verlauf der Pollenschlauch-gestoppt, ganz gleich, welcher Selbstster l.tats-entwicklung bei diesen Selbststerilen besitzt eine faktor sonst noch im Griffelgewebe vorhanden ist. einfache, weitgehend geklärte genetische Grund-In jedem Griffelgewebe, das andere Sdbs stenl, läge die bei Pflanzen aus den verschiedensten tätsfaktoren als St. also z.B. SSM tragt, kann Gruppen auffallend gleich ist. Jede wilde Selbst-der ^-Pollensehlanch zur E.zelle ..«ngehemmt sterile ist heterozygot in zwei Selbststerilitätsfak-durchwachsen. Die entwick lungsgeschrchthchen toren zB S und S2 Eine Pflanzenart besitzt Verhältnisse beim Pollenschlauchwachstum und ihr Zusammenhang mit den einfachen genetischen Grundlagen, welche durch das Vorhandensein multipler Allelie besonders reizvoll werden, schie-nen uns ein lohnendes Feld für entwicklungs-physiologische Untersuchungen zu bieten. Seine Bearbeitung hat in der Richtung zu erfolgen, daß sie zur Lösung eines wesentlichen Problems der Genetik Beiträge liefert, zur Aufklärung der stoff-lichen Grundlagen der Genwirkung. Zweifellos werden dadurch gleichzeitig Einblicke in die all-gemeinen physiologischen Bedingungen des Pol-lenschlauchwachstums gewonnen, welche bisher noch völlig unbekannt geblieben sind. In der ersten Mitteilung über die Untersuchun-gen bei Petunia 1 konnte gezeigt werden, daß alle Teile des Griffel-Leitgewebes die Pollenschläuche der gleichen Pflanze im Wachstum hindern. Es gibt keine "Hemmzone". Stets wird nach einer be-stimmten Weglänge das Wachstum der "Selbst-schläuche" zum Stillstand gebracht. Pie "unter-schiede im Pollenschlauchwachstum nach Selbst-bestäubung und Fremdbestäubung lassen sich in vitro reproduzieren. Hierzu ist eine besondere Technik notwendig: Man schneidet die zuvor be-stäubten Griffel in einem bestimmten Abstand von der Narbe ab und läßt die am Schnittende austre-tenden Pollenschläuche in einen Tropfen Kultur-lösung wachsen. Mit dieser Technik, dem Ab-schneide-Versuch, ließ sich nachweisen, daß die Reproduktion der Wachstumsunterschiede in vitro nur möglich ist, wenn man die Pollenschläuche in einer Kulturlösung mit lebendem Leitgewebe zu-sammenbringt. Trotz der Möglichkeit, die Wachs-tumsunterschiede nach Selbstung und Fremdung zu reproduzieren, mußte es zwecklos erscheinen, nach den maßgebenden Substanzen direkt zu suchen. Ein solches Beginnen setzt voraus, daß das Prinzip des Mechanismus bekannt ist, der in einem Falle das freie, im anderen das gehemmte Wachstum hervorruft. Verschiedene Mechanismen kommen in Frage: Ist ein hemmender Stoff im Griffel vorhanden, der auf Schläuche mit be-stimmtem S-Allel anspricht? Wird als Reaktion von Schlauch-Gen und Griffel-Gen bei Gleichheit der Gene ein Hemmstoff gebildet, wenn die Schläuche einwachsen? Statt solcher "Hemmungs-Mechanismen" könnte ein "Förderungs-Mechanis-mus" vorhanden sein, nach dem die Unterschiede im Schlauchwachstum durch das Fehlen fördern-1 J. Straub, Z. Naturforschg. 1, 287 [1946], -> E. M. East, der Stoffe bei Selbstung und ihr Vorhandensein bei Fremdung zustande kommen. Die Tatsache daß ein Pollenschlauch gestörtes Wachstum zeigt wenn ein mit dem S-Gen des Pollens identisches S-Gen im Griffel vorhanden ist, ganz gleich, wel-ches andere S-Gen dort noch vorliegt, machte von vornherein das Wirken eines Förderungsmecha-nismus unwahrscheinlich. Dies war für East 2 ein -Grund, der "incompatibility" einen Hem-mungsmechanismus von der Art einer Immuni-tätsreaktion zugrunde zu legen. Das Antigen aus dem Pollenschlauch reagiert mit dem Antikörper des Griffels unter Bildung einer "inhibiting sub-stance". Der gebildete Hemmstoff bringt das Wachstum des Schlauches zum Erliegen Viel-leicht verstopft er einfach die Poren des Schlau-ches. Die East sehe Immunitätstheorie wurde auf Grund der genetischen Befunde an Selbst-sterilen in Analogie zu den Immunitätsreaktionen bei Tieren aufgestellt. Sie ist experimentell nicht begründet. Gleichwohl gilt sie in der Selbststerili-tatsforschung als die geeignetste zur Erklärung der beobachteten Erscheinungen. Unsere Experi-mente müssen zunächst die Richtigkeit dieser Theorie prüfen. Die Entscheidung über ihre Gül-tigkeit wird unsere weiteren Bemühungen um das Auffinden der stofflichen Grundlagen der Selbst-sterilitäts-GenWirkungen nachhaltig beeinflussen. Material und Methode: Als Material für die vorliegenden Versuche dienten vor allem die 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 433—414 [1947]; eingegangen am 4. November 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0433 
 Volume    2 
77Author    Anton Lang, Georg MelchersRequires cookie*
 Title    Vernalisation und Devernalisation bei einer zweijährigen Pflanze  
 Abstract    ZusLnP^'Wf-^/^ 0 !^ 0 " 1 " 5 nt9er Meibt der durch Kälteeinwirkung geschaffene Manzen in K^t , I ^ Lan S ta S bedi »gungen auch bei längerer Kultur der Bilanzen in Kurztagbedingungen ungeschwächt erhalten. Durch Einwirkung hoher 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 444—449 [1947]; eingegangen am 17. Januar 1948) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0444 
 Volume    2 
78Author    Hanna Schwartz-KraepelinRequires cookie*
 Title    Über das Vorkommen eines Pilzhäutchens in den Samen  
 Abstract    In gesunden Samen wurde ein dünnes mycelführendes Häutchen festgestellt das auf gebildet^v^i^e^ 1 UC n ** ** Wicklung de? Samens rück I n der Literatur finden sich des öfteren Angaben 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 450—451 [1947]; eingegangen am 8. September 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0450 
 Volume    2 
79Author    Kurt SteffenRequires cookie*
 Title    Anwendung der Feulgenschen Nuclealreaktion bei Pollenschlauchkulturen  
 Abstract    Das bei der «Färbung von Pollenschlauchkulturen und vor allem bei Anwendung der Feulgenschen Nuclealreaktion störende Ablösen der Agarschicht bzw. der Pollen-schläuche wird durch Ersatz des Kulturmediums durch 3-proz. Gelatine behoben. Als gun-stiges Fixierungsmittel erwies sich eine Nawashin-Modifikation, deren Formol-und Chromsäuregehalt die Gelatine härtet, den Ausfall der Nuclealreaktion jedoch nicht behindert. Der mikrotechnische Arbeitsgang wird geschildert. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 451—452 [1947]; eingegangen am 30. Oktober 1947) 
  Published    1947 
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 Identifier    ZNB-1947-2b-0451 
 Volume    2 
80Author    Robert Fricke, Kurt JockersRequires cookie*
 Title    Nochmals zur Darstellung von Böhmit  
 Abstract    Kürzlich veröffentlichten wir eine Darstellungs-art für reinsten, von Anionen freien Böhmit. Die Methode beruhte auf dem Behandeln von ganz leicht amalgamiertem 99,996-proz. AI mit kochendem Wasser . Auf diese Weise erhält man stets einen nicht nur che-misch, sondern auclT physikalisch reinen, wenn auch noch aktiven, feinteiligen Böhmit, Die an der gleichen Stelle angegebene Methode des Wiederbewässerns von durch vorsichtige Entwässe-rung von Bayerit bei 200 bis 400° C erhaltenem 7-AI2O3 durch einfaches Kochen mit Wasser führt meist nicht zu einem physikalisch reinen Böhmit (meist Bayerit-Beimengungen). Dagegen läßt sich ein physikalisch reiner Bohmit von geringer Teilchengröße leicht erhalten, wenn man ein Aluminiumoxyd mit Wasser kocht, welches man durch Erhitzen von AI (N03)3-9H20 oder von A1C13-GH20 auf 450 bis 600°C erhalten hat. Die so zu gewinnenden "Oxyde" sind praktisch röntgen-amorph. .. Die ausführliche Mitteilung erscheint demnächst an anderer Stelle. 
  Reference    (Z. Naturforschg. 2b, 453 [1947]; eingegangen am 21. Jan. 1948) 
  Published    1947 
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 Volume    2 
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